Das Wissen ist da. Der Vorrat nicht.
Die meisten Menschen wissen inzwischen, dass ein längerer Stromausfall oder eine Versorgungsstörung möglich ist. Trotzdem steht bei den wenigsten ein Vorrat im Schrank. Diese Lücke zwischen Bewusstsein und Handeln ist der eigentliche Punkt – und sie hat weniger mit Gleichgültigkeit zu tun als mit drei sehr menschlichen Hürden.
1. Es fühlt sich nach Übertreibung an
Vorsorge wird schnell mit Weltuntergangsdenken verwechselt. Dabei geht es nicht um Bunker, sondern um ein paar Tage ohne funktionierende Systeme. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt einen Vorrat für zehn Tage – das ist keine Randmeinung, sondern amtliche Empfehlung für ganz normale Haushalte.
2. Man weiß nicht, wo man anfangen soll
Wer nach Listen sucht, findet schnell hunderte Positionen. Das Ergebnis ist meistens: gar nichts. Dabei sind die Prioritäten klar geordnet.
- Wasser – 2 Liter pro Person und Tag. Ohne Strom fällt in vielen Gebäuden auch die Druckerhöhung der Wasserversorgung aus.
- Information – ein netzunabhängiges Radio. Das Mobilfunknetz fällt aus, sobald die Notstromversorgung der Sendemasten erschöpft ist.
- Licht – Taschenlampe und Ersatzbatterien.
- Lebensmittel – haltbar, ohne Kochen essbar.
- Erste Hilfe und Medikamente – inklusive persönlichem Bedarf.
3. Man denkt, es sei teuer
Das BBK beziffert die Grundausstattung auf etwa 50 bis 150 Euro pro Person – und die lässt sich über Monate verteilt aufbauen. Der größte Teil des Vorrats besteht ohnehin aus Lebensmitteln, die Sie normal einkaufen und normal verbrauchen.
Der erste Schritt ist klein
Kaufen Sie beim nächsten Einkauf Wasser für drei Tage. Das ist der Punkt, an dem die meisten scheitern, und der mit Abstand wichtigste. Alles Weitere lässt sich in Ruhe ergänzen. Wenn Sie den Rest nicht einzeln zusammenstellen möchten, decken unsere Notfallsets Wasseraufbereitung, Licht, Information und Erste Hilfe in einem Paket ab.

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